Mitarbeiter gesucht – Firma verloren

Der aktuelle Fachkräftemangel führt dazu, dass inzwischen auch Handwerksbetriebe jeder Größe zunehmend Ziel von Cyberangriffen werden. Froh über jede eingehende Bewerbung, seien diese konkret oder initiativ, wird allzu oft bei eingehenden Emails nicht so genau hingeschaut und schnell der Anhang mit den vermeintlichen Bewerbungsunterlagen geöffnet.

Hacker können auf diesem Weg leicht einen sogenannten Verschlüsselungstrojaner in das betroffene Unternehmen einschleusen, der nahezu alle Dateien auf lokalen sowie auf Netzlaufwerken in Minutenschnelle unwiederbringlich verschlüsselt. Gegen Zahlung eines Lösegeldes wird anschließend angeboten, diese Verschlüsselung wieder aufzuheben. Diese Praxis sollte inzwischen bekannt sein. Der Nachteil dieser Methode ist aus Sicht des Angreifers jedoch, dass es sich hierbei in der Regel um ein einmaliges Geschäft handelt.

Schutzgelderpressung 2.0

Vermehrt gehen Angreifer deswegen dazu über, die Daten vorher zu kopieren und im Anschluss auf sensible Unternehmensdaten zu untersuchen. Moderne KI-Systeme erleichtern diese Aufgabe ungemein. Sollten sich dabei Personalunterlagen, neue Entwicklungen oder andere Betriebsgeheimnisse finden, wird versucht, die Unternehmen von einer dauerhaften „Geschäftsbeziehung“ zu überzeugen. Gegen regelmäßige Zahlung eines „Versicherungsbeitrages“ verspricht der Angreifer, die erbeuteten Informationen sicher zu verwahren und vor Zugriffen Vierter zu schützen.

Die Digitalisierung in ihrem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf

Wir wollen Sie und Ihre Mitarbeiter gerne sensibilisieren und Ihnen Wege aufzeigen, dieser Gefahr zu begegnen, um so die durchaus vorhandenen Vorteile einer stetig zunehmenden Digitalisierung sicherer nutzen zu können. Denn wie immer Sie auch persönlich zur digitalen Datenverarbeitung stehen, einen Weg zurück zum analogen Arbeiten mit Papier gibt es nicht mehr.